SPD Stadtverband Stockach

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"Am Montag können Sie bei uns anfangen!"

Veröffentlicht am 26.09.2011 in Veranstaltungen

Unter dem Motto "Hans-Peter hautnah" wird Hans-Peter Storz regelmäßig bei Betrieben, sozialen Einrichtungen und Vereinen einen Praxistag einlegen und mitarbeiten. Seine erste Station führte ihn nach Singen in das Presswerk der Alcan, wo er in einer Frühschicht als Produktionshelfer mitarbeitete.

"Wir wollten Sie nicht schonen", berichtete der Produktionsleiter Thomas Müller im anschließenden Auswertungsgespräch mit Führungskräften der Abteilung. Mit Schutzhelm und Sicherheitsschuhen und der orangen Arbeitskleidung war Storz auf den ersten Blick nicht von einem der festen Mitarbeiter zu unterscheiden.

"Abgeordnete sprechen mit vielen Verbänden und Vertretern von Behörden. Das ist oft abstrakt. Ich will unmittelbar erleben, wie der Alltag der Menschen aussieht", schildert Storz den Sinn seiner Aktion. "Nur so behalten Abgeordnete ihre Bodenhaftung".

Storz zeigte sich von den hohen Sicherheitsstandards im Werk beeindruckt. "Viele Produktionsschritte sehen grob aus, aber man muss auch bei großen Teilen exakt arbeiten," schilderte er seine Eindrücke. In Gesprächen mit seinen neuen Kollegen erfuhr Storz, dass fast alle Mitarbeiter gerne bei der "Alcan" arbeiten. Sorgen mache den Beschäftigten, die im Schichtbetrieb arbeiten, ob sie diese Belastungen noch verkraften können, wenn das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben werde.

Alcan habe eine Betriebsvereinbarung zur Leiharbeit mit dem Betriebsrat abgeschlossen. Leiharbeiter würden ebenfalls fortgebildet, denn es sei Ziel des Unternehmens, sie in unbefristete Arbeitsverhältnisse zu übernehmen. "Leistung wird honoriert", erfuhr Storz. Nicht nur die Leiharbeit, auch das verlängerte Kurzarbeitergeld half dem Unternehmen die Krise der Automobilindustrie, eines der größten Abnehmer der Produkte des Presswerks, zu überwinden und die qualifizierten Arbeitnehmer zu halten. Diese arbeitsmarktpolitischen Instrumente und die Flexiblität des Unternehmens sicherten den Standort Singen.

Der Bau des neuen Presswerks, die im 1. Halbjahr 2013 in Betrieb gehen soll, sichere den Standort und die Arbeitsplätze in Singen langfristig, erfuhr Storz. Etwa 10 Millionen Euro werde in neue Produktionsanlagen investiert. Diese Investitionen müssten innerhalb von drei Jahren zurückfließen. "Wir stehen nicht nur in Konkurrenz zu anderen Unternehmen, sondern auch zu anderen Standorten im Konzern", erläuterte Müller dem Abgeordneten. Das Unternehmen müsse daher seine Produktivität ständig verbessern. So habe man zuletzt die Schnelligkeit erhöht und bemühe sich Abfall und Ausschuss zu reduzieren. Für einen energieintensiven Betrieb sei Energie-Sparen eine ständige Aufgabe. 30 Prozent Energie konnte in den letzten Jahren eingespart werden. Die Entwicklung der Energiepreise macht den Alcan-Mitarbeitern Sorge. Sie fürchten, dass ihre Konkurrenten mit vermeintlich billigem Atomstrom Wettbewerbsvorteile erhalten könnten. Billigen Strom kann Hans-Peter Storz auch großen Arbeitgebern wie Alcan nicht versprechen. Die Landesregierung werde die Energiewende aber so ausgestalten, dass Baden-Württemberg ein erfolgreiches Industrieland bleibe.

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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