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"Die Schwächsten fallen durchs Fördersieb"

Veröffentlicht am 21.07.2011 in Landespolitik

Wer keine Berufsausbildung hat oder schon lange arbeitslos ist, hat weniger Chancen. Doch die Integration dieser Menschen in den Arbeitsmarkt wird wichtiger, schließlich klagen Unternehmen, dass ihnen die Fachkräfte ausgehen. Hans-Peter Storz und Experten der Caritas fordern, bewährte Förderinstrumente auszubauen.

Die Beschäftigungsförderung in Deutschland steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Um die Auswirkungen für den Landkreis zu diskutieren, trafen sich MdL Hans-Peter Storz, Caritasvorstand Matthias Ehret und die Caritas-Fachbereichsleiterin „Hilfen zur Arbeit“ Gabriele Eckert am Montag zu einem Fachgespräch. Das Hotel und Gasthaus Seehörnle auf der Höri bot dazu den passenden Rahmen: Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand und bieten eine inspirierende Atmosphäre für Arbeitstagungen.

Hans-Peter Storz sieht positive Signale aus Stuttgart. Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag ein Beschäftigungsförderungs-programm beschlossen. Der Landtagsabgeordnete betont: „Das Landesprogramm müssen wir mit Inhalten füllen. Dazu ist das Wissen erfahrener Verbände gefragt. Mit Modellen wie den FAIRKAUF-Häusern in Singen und Konstanz zeigt die Caritas, wie die Eingliederung in den Arbeitsmarkt gelingen kann.“

Die Schwächsten fallen durchs Fördersieb

Aus ihrer Arbeitspraxis weiß Gabriele Eckert: Menschen ohne Abschluss oder Erfahrung, mit geringer Ausdauer oder mangelndem Selbstvertrauen brauchen professionelle und persönliche Begleitung. Diese personalintensiven wie wirksamen Maßnahmen sieht Matthias Ehret aufgrund der geänderten Sozialgesetzgebung in Gefahr: „Die Agentur für Arbeit entrümpelt jetzt den Instrumentenkoffer der Beschäftigungsförderung. Ich fürchte, dass ab 2012 ausgerechnet die Schwächsten durchs Fördersieb fallen“.

Eine Region, die auf qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen ist, könne sich das nicht leisten. Beschäftigungsförderung sei eine sozialpolitische und zugleich ökonomische Notwendigkeit. Storz, Ehret und Eckert wollen darum ihren Dialog fortsetzen und zügig konkrete Vorschläge und Forderungen formulieren.

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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