SPD Stadtverband Stockach

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Wieder Fuß fassen

Veröffentlicht am 22.05.2013 in Landespolitik

Hilfen für Langzeitarbeitslose

Seit zwei Monaten läuft im „Tafelgarten“ in der ehemaligen Singener  Stadtgärtnerei die Nudelmaschine. Daneben steht ein Trockenofen, in dem die frischen Nudeln haltbar gemacht werden. Heute Vormittag verpackt Hans-Peter Storz die fertigen Spaghetti und Fusili. Die Pakete werden in Singen im Tafelladen zu günstigen Preisen an Bedürftige verkauft. Im Tafelgarten werden nicht nur Nudeln hergestellt. Das Projekt der Arbeiterwohlfahrt bietet Langzeitarbeitslosen eine sinnvolle Tätigkeit im Gartenbau.

Storz besuchte die Einrichtigung im Rahmen der SPD-Kampagne "Aktiv gegen Armut" und  wollte wissen, wie die Ziele des Landesprogramms für gute und sichere Arbeit vor Ort umgesetzt werden. Zielgruppe des Programms  sind vor allem Menschen, die aus eigener Kraft nicht mehr den Zugang zum normalen Arbeitsmarkt schaffen oder lange arbeitslos sind.

Untätigkeit sorgt für Beschäftigungshindernisse, erfährt der Landtagsabgeordnete. Wer länger als ein Jahr ohne Arbeit ist, hat oft Schwierigkeiten mit der Zeit: Arbeitslose verlieren das Gefühl, was alles in einer Stunde geleistet werden kann. Pünktlichkeit wird zum Problem. Hier setzen Projekte wie der Tafelgarten an, der Beschäftigungsmöglichkeiten im Gartenbau, aber auch in der kreativen Gestaltung von Geschenkartikeln bietet. So erhalten langzeitarbeitslose Menschen Gelegenheit für eine sinnvolle Tätigkeit und trainieren nebenbei wieder Fähigkeiten, die sie für die Aufnahme einer Beschäftigung brauchen.

Doch „früher konnten wir mehr Menschen wieder in reguläre Arbeitsverhältnisse vermitteln.“ klagt Reinhold Imhäuser, der Leiter des Tafelgartens. Er führt den Landtagsabgeordneten durch das Gewächshaus. Es gebe immer weniger einfache Arbeitsplätze für Menschen, die weniger Leistung als andere bringen können. Für manche Langzeitarbeitslose gebe es daher kaum noch Aussichten auf einen festen Arbeitsplatz.

Auch die Zukunft des Tafelgartens ist ungewiss, seitdem die Bundesregierung die Fördermöglichkeiten für Langzeitarbeitslose zusammengestrichen hat, berichtet der AWO-Fachbereichs-Leiter Udo Engelhardt. Neben der Bürgerarbeit oder Ein-Euro-Jobs gebe es kaum noch Möglichkeiten, im Tafelgarten Arbeitslose sinnvoll zu beschäftigen. Dies gefährde auch andere Projekte im Landkreis.

Eine andere Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt profitiert dagegen von der Hilfe des Landes Baden-Württemberg. Das Arbeitslosenzentrum am Heinrich-Weber-Platz erhält aus dem Landesprogramm für gute und soziale Arbeit einen Startzuschuss in Höhe von 40.000 Euro. Storz hatte sich bei Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) nachdrücklich für das Singener Projekt eingesetzt und freute sich über den erfolgreichen Start. In den Zentren erhalten Arbeitslose unabhängige Beratung, nicht nur in sozialrechtlichen Fragen oder bei Auseinandersetzungen mit dem Job-Center. Ziel sei auch die Stärkung der Selbsthilfefähigkeiten der Betroffenen.

Immer schwieriger werde die Wohnungssituation von Arbeitslosen, berichtete AWO-Mitarbeiter Raimund Siirak. Zu den Höchstbeträgen, die das Job-Center für die Kosten der Unterkunft bewillige, gebe es in Singen keine Wohnungen mehr. Andererseits ignoriere das Job-Center Wohnungsmängel und bezahle so überhöhte Mieten. Wenig Geld kostet ein kleiner Wunsch, den Siirak äußerte. Das Arbeitslosenzentrum würde gerne ein übertragbares Abo-Ticket des Verkehrsverbunds Hegau-Bodensee an Bedürftige verleihen. So könnten ärmere Familien einmal einen Ausflug nach Konstanz unternehmen, denn viele Arbeitslose hätten den Bodensee schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Hier konnte Storz helfen und hat unmittelbar nach dem Termin mehrere Finanzierungsquellen für die Abo-Tickets erschlossen.

Hintergrund: Zwischenbilanz des Landesprogramms für gute und sichere Arbeit

 

 

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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